Gewissen, das sanfte Ruhekissen?
Ein Beitrag von
Bernd erstellt
am 18.08.2009
"Gewissen und Feigheit sind in Wirklichkeit ein- und dasselbe. Das Gewissen ist nur der öffentliche Geschäftsname der Doppelfirma."
Oscar Wilde aus "Das Bildnis des Dorian Grey"
Macht sich das Gewissen eigentlich vor, während oder hinter Handlungen bemerkbar?
Machte es sich überhaupt bemerkbar, wenn unsere Handlungen der Norm, der allgemeinen Auffassung von Moral entsprechen?
Bemerken wir das Gewissen erst, wenn wir entgegengesetzt gehandelt und dann ein schlechtes Gewissen haben?
Dann können wir sicherlich nicht oder nur schlecht schlafen, weil uns unsere Tat, die moralisch verwerflich war, nicht in Ruhe läßt. Das Gewissen hat uns gepackt und fordert uns zur Reue, zur Wiedergutmachung, zur Rückkehr auf.
Wieviel von unserem Gewissen, von der Vorstellung von Ethik und Moral sind eigentlich angeboren, durch Gene weitergegeben und wieviel ist durch Erziehung vermittelt? Erziehung durch Elternhaus, durch Kindergarten, Schule, auch Kirche? Würden wir gewissenlos sein ohne die zehn Gebote? Wüßten wir dann nicht, daß wir nicht stehlen oder töten sollen?
18. August 2009
Bernd
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